Die Internationale Maaskommission

Die Maas entspringt in Frankreich, durchfließt dann Belgien (Wallonische Region und Flämische Region) und die Niederlande, um schließlich in der Nordsee zu münden. Auf dieser Strecke münden aus Deutschland und Luxemburg kommende Nebenflüsse ein (siehe Karte - internationale Flussgebietseinheit der Maas).

Die Internationale Maaskommission (IMK) wurde 2002 bei Unterzeichnung des Maasübereinkommens (Übereinkommen von Gent) eingesetzt. Ziel des Übereinkommens ist das Erreichen einer nachhaltigen und integrierten Wasserbewirtschaftung der internationalen Flussgebietseinheit der Maas. Das Übereinkommen wurde von der Wallonischen Region, den Niederlanden, Frankreich, Deutschland, der Flämischen Region, der Region Brüssel-Hauptstadt sowie Belgien und Luxemburg unterzeichnet. Das Maasübereinkommen ist am 1. Dezember 2006 in Kraft getreten.
 
Die IMK hat als bedeutendste Aufgaben:
- Die Koordinierungung der Verpflichtungen aus der europäischen Wasserrahmenrichtlinie,
- Die Erteilung von Gutachten und Empfehlungen an die Parteien zur besseren vorbeugung und zum Schutz gegen Uberschwemmungen und
- Die Erteilung von Gutachten und Empfehlungen an die Parteien zur Vorbeugung und Bekämpfung unfallbedingter Wasserverunreinigung (Warn- und Alarmsystem).
 
Die Kommission tagt einmal jährlich. Für die Vorbereitung hat die IMK 5 ständige Arbeitsgruppen und einige befristete Projektgruppen.
 
Die IMK formuliert Empfehlungen und fasst Beschlüsse einstimmig, hat einen turnusmäßig wechselnden Vorsitz und tagt in drei Arbeitssprachen (Französisch, Niederländisch und Deutsch). Die IMK hat 5 Nichtregierungsorganisationen (NGO) als Beobachter anerkannt. Sie konnen an den Sitzungen der AGs, PGs und der Plenarsitzung teilnehmen.
 
Die IMK hat ein ständiges Sekretariat in Lüttich, wo auch die meisten Sitzungen stattfinden. Vorsitzende ist derzeit Frau Heide Jekel (Deutschland). Generalsekretär ist Herr Jean-Noël Pansera (secr@meuse-maas.be).